Und wir machen hier auch gleich mal weiter…
May 2, 2011
Für nicht existente Entschuldigungen über die Unregelmässigkeit der hier geposteten Blogpostings-posts bitte ich Sie bitte den zweitneuesten Eintrag zu Einsichtszwecken zur Hand zu nehmen, is ja nur fast ein Jahr her.
Aber ja, mich gibt’s immer noch und es ist wohl an der Zeit, hier mal wieder was zu schreiben. Ab jetzt wahrscheinlich hauptsächlich auf gebrochenem Deutsch (ich bin wirklich aus der Übung). Vielleicht auch ab und zu ein bisschen regelmäßiger. (Haha, wer’s glaubt!)
Naja, ich habe im Allgemeinen überlegt, ob es nicht ein bisschen an der Zeit für einem relaunch/ein paar Änderungen wäre, was im Klartext soviel heisst wie: ein bisschen weniger persönlich (oder wollt ihr wirklich wissen, was ich heute gegessen habe), stattdessen mehr für die breite Bevölkerung intressante Themen, Musik, Tontechnik, Feminismus, musikalischer Feminismus, Veganerkacke (okay, das fällt wohl unter die Kategorie: was ich heute geschissen habe) und: viel mehr Kraftausdrücke. So wie “Veganerkacke” und “geschissen”. Kuk, Fitta, Bajs.
Klingt das okay?
Gut, dann fang ich gleich (=demnächst) mal an.
Festivals
August 17, 2010
I’m planning to go to a D.I.Y. festival in Stockholm this weekend, Punkkarnevalen, and recently found this on their blog:
a small overview about the artist gender distribution in (swedish) festivals. It’s pretty sad, though not at all surprising to look at it, especially since I wouldn’t really count Queertopia as a regular festival like the others, because their focus is more on workshops than music.
Also, sadly the other 3 festivals that have 20% or more female arstist are more Pop/Alternative/World Music/Whatever than any kind of music I would like, which still makes me angry.
Oh, also, they didn’t show the other festivals I went to this year, Sonisphere, (and Kajrocken in Katrineholm, though I know they tried) which opened the stage for exactly 0 (in letters: zero) female artists.
Sorry, but I have to say it again: Go fuck yourself, Sweden.
it’s aliiiiiiiiiiiiiive!
July 29, 2010
oh, look a blog post, after more than half a year!
So, I won’t apologize for not posting in a long time, I find those kind of posts almost as interesting as those who explain that there won’t be any regular posts in a while. Not that much.
Instead, here’s what I’ve done in the meantime (parts of it). There has happened a lot, although I haven’t done a lot actually.
I am officially a college drop-out, sort of. Well, in january I decided that I would give up on electrical engineering and dropped out pretty spontaniously. Even more spontaniously I dropped in an audio engineering class in Örebro, which was only half time and for half a year, so I’m done with that again already as well. It was fun and I actually got a good grade in it, but it wasn’t one of those things that get you a job really. I’m looking for one of those now. I’m still not a 100% sure what to do and where to go.
I could do a course in “music and audio design” or whatever it is called now, at some kind of community college in a small town like 30 miles from here. My former teacher recommended it to me, but I’m no a 100% sure, the disadvantages of that would probably be that is is not exactly renowned and I’m not sure if it really is the shortest way into the business (duh). Oh, also the college is kind of run by the Swedish church. On the other hand, it’s close. That would be one of the choices I have for specialising more on the creative and producing aspect than technical, which would also be the case for my other Swedish choice:
I might apply for the SAE Institute in Stockholm, the have an interesting audio production class there and it’s only two nights a week, so I wouldn’t have to move. That would still be an expensive option as it is a private school and I would be commuting, on the other hand you get a really good education and a lot of business contacts. I’m trying to get a hold of them on the phone right now, so I can book an appointment.
The other two (evenly or more expensive) choices would be studying a more technical program at the SAE in the UK (it’s abroad, it’s renowned and I could acquire a fancy accent), or MI in Los Angeles (contacts, Hollywood, good weather!).
Right now I’m favoring Stockholm, but my opinion changes every few days. We will see.
Other than that, I have finally almost finished renovating my kitchen, it’s only been a year or so, the dog and the horsey are doing good, horsey is kind of at summer camp right now, well he’s staying at my trainers place, which is an awesomly nice place to be for a little horse.
Talking about summer camp, I wen’t to Portland, Oregon for about six weeks, to work at the Rock ‘n’ Roll Camp for Girls, which is awesome, and I will tell you more about that soon. Promise.
I organised a feminsit culture festival in march, went to Rome with my boyfriend in may and I recently picked up the bass again, actually, I’m looking for band members right now (maybe even more about that soon).
Generally, I’m working on (read: thinking about) a lot of projects right now, mostly music and feminism related, but it’s nothing concrete.
anyway, see ya
Worueber ich mich noch beschweren wollte…
December 4, 2009
Heute mal zur Abwechslung ganz auf deutsch, ich glaube nicht, dass das hier die Regel wird, muss aber auch ab und zu mal sein. Evtl. wird auch gleich ueber Schweden gelästert.
Wenn ich Menschen aus Deutschland erzähle wo ich wohne, zumindest in Gesprächen in denen es im Entfernten um Feminismus geht, finden die das meistens ganz toll, den Schweden ist ja so fortschrittlich und hastenichgesehn. Falls man Fortschritt in der Emanzipation alleine an der Verfuegbarkeit von Kindergartenplätzen und Gehaltsunterschieden misst stimmt das sicherlich auch, denn in Schweden verdienen die Frauen ein bisschen weniger weniger als ihre männlichen Kollegen, verglichen mit Deutschland und sie können ihr Kind dann auch während sie Vollzeit arbeiten in die Tagesstätte bringen und nachher wieder abholen. Wer sich deswegen anmasst, Schweden als ein gleichberechtigtes Land zu bezeichnen -und das tuen auch sehr viele Schweden-, dem empfehle ich dringends Maria Svelands “Bitterfotze” zu lesen. Egal, eigentlich sollte das sowieso jeder lesen und Maria Sveland sollte mich heiraten, aber das ist eine andere Geschichte.
Anyway, ich arbeite seit Fruejahr 2009 beim “Örebro Tejjour”, was wörtlich uebersetzt soviel wie Mädchennotdienst heisst. Wir sind ein ehrenamtlicher Verein von Frauen zwischen 20 und 30, die dazu beitragen wollen, junge Mädchen zu unterstuetzen, so schnulzig das jetzt auch klingen mag. Konkret sieht das so aus, das wir zum einen Montags abends mit Mädchen telefonieren oder chatten, die mit jemandem sprechen möchten, nicht als Psychologen sondern mehr als Mitmenschen, denn viele dieser Mädchen haben nicht viele Freunde mit denen sie ueber alles reden können oder ein intaktes Verhältnis zu ihren Eltern. Zum anderen besuchen einige von uns Schulen und sprechen dort mit Mädchen ueber Sexualität, Körperbilder, Feminismus, Selbstbewusstein und anderes, was meistens auch sehr positiv aufgenommen wird.
Letzte Woche wurden wir gefragt, ob wir nicht Lust hätten, an einer Verantstaltung im Rahmen des internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen teilzunehmen, die von einer Organisation namens Unifem gehalten wurde. Selber reden wollte niemand, aber einige von uns kamen als Besucher, was im Klartext bedeutete, dass wir im Nieselregen Rednern auf dem Marktplatz in der Innenstadt zuhörten. Auffällig an dieser Verantstaltung war, das nahezu alle Redner Männer waren, ob das konkret so geplant war weiss ich nicht ganz genau.
Der erste Gedanke der mir durch den Kopf schoss -dafuer bin ich nicht dankbar- war im Stile von “Super, sonst sieht das wieder so aus als wuerden hier nu saure Feministinnen rummeckern.” Eigentlich ein ganz schön bekloppter Gedanke.
Bekloppt, dass man überhaupt das Gefühl hat, dass es sich nur “saure Feministinnen” sind, die sich über sowas beschweren, als ob der Rest der Bevölkerung damit einverstanden wäre. Oder aber, dass die Meinungen von “sauren Feministinnen” nicht so wichtig wären.
Auf der einen Seite finde ich es natürlich gut, wenn sich Männer gegen Gewalt gegen Frauen aussprechen, aber auf der anderen stört es mich auch, dass man das durch die Auswahl der Redner so extrem betonen muss. Dass man die Tatsache, dass auch die meisten Männer gegen Gewalt gegen Frauen sind, hervorheben muss, ist ja an sich auch absurd, aber da wären wir dann ja schon an dem Punkt wie absurd es eigentlich ist, dass UN-Tage, Verantstaltungen und Reden gegen Gewalt überhaupt notwendig sind.
Humoristischer Höhepunkt der Veranstaltung wurde erreicht, als eine der Organisatorinnen einen Redner als Herr Soundso vom “Netzwerk Gewalt gegen Frauen” vorstellte, welches, wie sich später herrausstellte, eigentlich GANZ anders hiess.
Es wurde nicht besonders viel neues gesagt, Politiker und Offizielle sprachen sich auf verschiedenste Weise gegen Gewalt aus (surprise!); ob darauf irgendwann auch Taten folgen und besonders wie diese aussehen wuerden, bleibt fraglich. So war z.B. unter den Rednern auch ein ranghoher Polizeibeamter, und natuerlich wuerde von deren Seite ja alles getan, um häusliche Gewalt zu verhindern, meinte er. Das war also am Mittwoch. Am darauffolgenden Montag hatte ich eine Schicht auf der Arbeit beim Mädchennotdienst und wurde ungefähr 5 Minuten nach Schichtbeginn damit konfrontiert, dass der nette Polizist da vielleicht ein bisschen uebertrieben hat. Details unterliegen natuerlich meiner Schweigepflicht und ich kann auch nicht mit Sicherheit sagen, ob nun die Polizei in den mir bekannten Fällen richtig hadelt oder nicht, die Signale jedoch, die sie an Opfer häuslicher Gewalt sendet, sind jedoch oft andere, als die an ein öffentliches Publikum auf Verantstaltungen.
